«gegen den roten Umverteilungs-Teufel»

allgemein

Der Missbrauch des Klimawandels und seine Profiteure

Von Roger Köppel

Niemand bestreitet, dass sich das Klima seit Jahrmillionen massiv verändert. Die Menschen haben sich diesen Veränderungen immer angepasst, einige Gesellschaften erfolgreicher als andere.

Es gab Zeiten, in denen über uns eine 400 Meter dicke Eisschicht war. Davor hatten wir tropische Temperaturen mit Dinosauriern in der Schweiz. Der Meeresspiegel war schon 130 Meter tiefer als heute.

Ab dem Mittelalter, ums Jahr Tausend, wurde es für ein paar Jahrhunderte wärmer. Dann wurde es kälter, die Besiedelung von Grönland ging zurück, die Gletscher stiessen vor. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts wird es wieder wärmer, und zwar um ein paar Zehntelgrade bis heute. Ich unterstreiche: Um ein paar Zehntelgrade.

Ist das eine Katastrophe? Haben wir deswegen einen Klimanotstand, wie uns die Medien, allen voran das schweizerische Monopolfernsehen, in gespenstischer Gleichförmigkeit einhämmern?

Als Politiker und Bürger nehmen wir zur Kenntnis, dass sich die Klimaforschung darüber nicht einig ist. Vor erst vierzig Jahren glaubten die US-Klimatologen noch, es stehe der Welt eine neue Eiszeit, eine massive Abkühlung bevor.

Heute behaupten einige Klimatologen das Gegenteil, angefeuert, auch finanziert von Politikern, politischen Aktivisten, unkritischen Medien, grünroten Parteien und Organisationen, die den Klimawandel missbrauchen wollen für Verunsicherung, Angstmacherei und eine Kommandowirtschaft, von der sie selber profitieren.

In dieser vermutlich vorübergehenden politischen Heissluftfront muss sich die SVP nicht grün anmalen. Sie ist schon grün, und ihr Logo bleibt auch grün, wenn man daran kratzt. Während bei allen anderen Grünen schon sehr bald die Farbe Rot zum Vorschein kommt.

Die SVP ist die Partei nicht der Umwelttheoretiker, sondern der Umweltpraktiker, der Bauern, der Förster und der Gewerbler. Denen muss man nichts erzählen vom schonungsvollen Umgang mit Ressourcen. Vom nachhaltigen Umgang mit der Natur.

Es ist übrigens die SVP, die sich am konsequentesten gegen Zubetonierung, Verpestung und den grössten Umweltkiller zur Wehr setzt, die Überbevölkerung – indem sie zum Beispiel darauf dringt, die Zuwanderung zu begrenzen.

Als Partei kann die SVP nicht entscheiden, ob der Mensch im Unterschied zu allen früheren Klimaveränderungen heute die einzige, die alleinige und vor allem: die massgebliche Ursache des Klimawandels ist. Es gibt namhafte Forscher, die das behaupten. Es gibt aber auch Forscher, ebenso namhaft, die es bestreiten.

Was uns allerdings misstrauisch machen sollte: Die lautesten und berühmtesten Klima-Alarmisten in der Forschung benehmen sich nicht mehr wie Wissenschafter, die die Wahrheit suchen, sondern sie benehmen sich wie Propheten oder Sektenführer, die die Wahrheit gefunden haben. Angeblich.

ETH-Professor Reto Knutti zum Beispiel schreibt gebieterisch, die Schweiz könne durch die Reduktion von CO2 auf Null den Klimawandel „vermeiden“ – was kompletter Unsinn ist, denn die Schweiz produziert nur ein Tausendstel des weltweiten menschengemachten CO2. Wenn die Schweiz auf Null geht, hat das aufs Klima keinen messbaren Einfluss.

Oder nehmen Sie Knuttis Kollegen Prof. Thomas Stocker. Er weigert sich, mit Kritikern und Andersdenkenden überhaupt nur zu reden. Er tut so, als ob sich jede wissenschaftliche Auseinandersetzung über die Ursachen der Klimaveränderungen erübrige, als ob die Wissenschaft ein für allemal “bereinigt“ sei. Das ist sie nicht – und das Gegenteil zu behaupten, ist unwissenschaftlich und eines Schweizer Hochschullehrers unwürdig.

Wissenschaft ist ein Verfahren des organisierten Zweifels, der organisierten Skepsis. In der Klimadebatte allerdings gilt Skepsis mittlerweile als Verbrechen. Kritiker, Andersdenkende werden als „Klimaleugner“ verächtlich gemacht. Wer das Gespräch verweigert, wer Andersdenkende verunglimpft, offenbart intellektuelle Schwächen. Er hat offensichtlich keine besseren Argumente mehr.

Die Klimakatastrophenbewegung will eben nicht diskutieren. Sie will nicht überzeugen. Sie will einschüchtern. Sie will ihre Meinung, ihre Interessen über alle anderen stellen – und sie schreckt nicht einmal davor zurück, Kinder und Kleinkinder – die sogenannten Klima-Krabbelgruppen – einzuspannen, um Verunsicherung, Panik und ein vergiftetes Klima zu verbreiten, in dem niemand mehr die kritischen Fragen stellt.

Meine Damen und Herren:

Die SVP stellt sich mit aller Kraft gegen diesen unwissenschaftlichen, intoleranten, pseudoreligiösen und in seiner Selbstaufplusterung auch freiheitsfeindlichen, totalitären Missbrauch des Klimawandels für durchsichtige politische Zwecke und Interessen.

Die SVP ist, selbstverständlich, für eine offene Debatte über den Klimawandel, seine Ursachen und Massnahmen der Anpassung. Massnahmen der Anpassung. Sie ist gegen den Versuch, diese Diskussion im Namen einer forcierten Meinungseinfalt von vorneherein abzuklemmen.

Und vor allem stellt sich die SVP gegen den Versuch, den schweizerischen Mittelstand zu bevormunden und finanziell auszubluten durch Verbote, Vorschriften, Steuern und Abgaben. Durch Massnahmen, die dem Klima rein gar nichts bringen, wohl aber die Taschen jener Schlaumeier füllen, die hier im grossen Stil abräumen wollen.

Denn seien wir uns bewusst: Ums Klima ist längst eine gigantische globale Industrie entstanden. Wir sprechen von einem klimatologisch-gouvernementalen Komplex, der jährlich Hunderte Milliarden von Dollar umsetzt und ganze Armeen von lautstarken Abhängigen geschaffen hat.

Dieser weltweite Klima-Machtapparat will uns einreden, dass der Mensch und nur der Mensch mit seinem CO2 verantwortlich ist für die jüngsten, geringfügigen Temperaturveränderungen.

Warum eigentlich diese Verbissenheit aufs CO2? Es gibt in unserer Luft viele Gase, die den Klimawandel viel stärker beeinflussen, zum Beispiel Wasserdampf, doch der weltweite klimatologisch-gouvernmentale Komplex redet nur von einem, übrigens vergleichsweise schwachen Treibhausgas, vom CO2.

Der Grund ist offensichtlich: Wer das CO2 kontrolliert, hat einen gewaltigen Machthebel in der Hand. CO2 ist überall. Es ist in den Ozeanen, in den Pflanzen, in der Atmosphäre, in den Atemwegen der Tiere und der Menschen.

Auf dem Ausstoss von CO2 in Motoren, Maschinen und Heizungen beruht die gesamte moderne Zivilisation und ihre Energieversorgung. Wer das CO2 in der Hand hat, wer das CO2 zur wichtigsten politischen Grösse der Gegenwart erklärt, hat die gesamte moderne Industriegesellschaft im Griff.

Anders ausgedrückt: Wer das CO2 beherrscht, hat die Weltherrschaft.

Das ist eine mächtige, eine überwältigende Versuchung.

Und für mich übrigens einer der wichtigsten Gründe dafür, gegenüber dieser politischen Klima-Massenhypnose kritisch und misstrauisch zu sein.

Es gibt einfach zu viele Profiteure. Auch in der kleinen Schweiz hat sich ein Speckgürtel staatsnaher Nutzniesser auf Kosten unseres Mittelstands gemütlich eingenistet. Nehmen wir nur ein paar prominente Beispiele:

SP-Fraktionschef Roger Nordmann: Er präsidiert den Verband Swissolar mit gut 700 Mitgliedern, davon über 500 «Solarprofis» wie Planer, Berater, geprüfte Fachfirmen, Installateure oder Hersteller von Solaranlagen. Sie kassieren viele Millionen für die Energiewende durch erhöhte Elektrizitätstarife.

Swisscleantech: Die Organisation fordert eine «Gebäudeklimapolitik», wonach bis 2050 alle Gebäude CO2-frei beheizt werden sollen. Im Swisscleantech-Vorstand sitzt Nationalrat Jürg Grossen, Präsident der GLP Schweiz. Wenn sich Grossen für die Umwelt einsetzt, kassiert sein eigenes Geschäft mit, ist er doch beteiligt an den Firmen Elektrolink, Elektroplan Buchs & Grossen sowie Smart Energy Link in Frutigen. Zudem präsidiert er die Konferenz der Gebäudetechnik-Verbände.

Grünen-Präsidentin Regula Rytz: Sie bekämpft den Privatverkehr, denn sie ist Verwaltungsrätin der Verkehrsbetriebe Biel.

FDP-Nationalrat Peter Schilliger: Er ist Mitinhaber der IC AG Haustechnik-Beratung und seit 2009 Mitinhaber und Geschäftsführer der Herzog Haustechnik AG in Luzern. Er gehört zu den eifrigsten Befürwortern der energiepolitischen Sanierungsmassnahmen an den Gebäuden – und produziert eigennützige Vorstösse am laufenden Band.

SP-Nationalrat Eric Nussbaumer war Geschäftsführer der ADEV Energiegenossenschaft, ein Unternehmen, das in so genannt umweltfreundliche Energieanlagen investiert. Heute amtet er dort als Verwaltungsratspräsident und munterer Profiteur des Klimawandels.

Meine Damen und Herren: Die Grünen, die Roten reden vom Klima, aber sie meinen sich selbst, und vor allem denken sie ans eigene Portemonnaie. Das ist der tiefere Grund hinter der aktuellen Klimakatastrophen-Propagandawalze. Anstatt kritisch zu hinterfragen, machen unsere Medien, vor allem die öffentlich-rechtlichen, die klimapolitische Gehirnwäsche noch unkritisch mit.

Die SVP des Kantons Zürichs stellt sich gegen diesen grossangelegten Missbrauch des Klimawandels auf Kosten des Mittelstands. Sie ist gegen diesen pseudoreligiösen Klima- und Sonnenkult, der dem Klima nichts bringt, aber die Grundlagen unserer Wirtschaft, unseres Wohlstands, unseres friedlichen Zusammenlebens gefährdet, wenn nicht zerstört.

Mehr zur Pressekonferenz

Wider die rot-grüne Verlogenheit – der Kampf gegen den roten Umverteilungs-Teufel

Von Patrick Walder, Parteipräsident SVP Kanton Zürich, Dübendorf

Begrüssung als PDF lesen

Die Kampagne der Zürcher SVP gegen den Umverteilungsteufel

Von Patrick Walder, Parteipräsident SVP Kanton Zürich, Dübendorf

Vorstellung der Kampagne als PDF lesen

Klima- und Umweltschutz durch Fortschritt statt Symbolpolitik

Von Christian Lucek, Kantonsrat, Mitglied der KEVU, Dänikon

Referat Christian Lucek als PDF lesen

Beginnen Sie mit der Eingabe und drücken Sie Enter, um zu suchen

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten und Zugriffe auf unsere Webseite analysieren zu können. Ausserdem geben wir Informationen zur Nutzung unserer Webseite an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Details ansehen Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen